cfp: Kritik der Rassismus- und Linguizismuskritik, Wien, 23./24.9.’17

In unterschiedlicher Intensität und Weise ist Rassismuskritik und damit auch Linguizismus-Kritik in jüngster Zeit Gegenstand der Kritik geworden. […] Diese Kritik betrifft begrifflich‐theoretische Momente (beispielsweise der Einwand, dass Rassismuskritik auf einem zu allgemeinen Begriff des Rassismus gründe oder dass Rassismuskritik zu wenig die materiell-ökonomische Dimension berücksichtige) ebenso wie politische und pädagogisch‐praktische Momente (wie der Einwand, dass Rassismuskritik als reflexive Praxis das Handeln nur zu wenig anleite und ein konkretes Handeln gegen Rassismus erschwere). Schließlich ist Rassismuskritik mit dem zum Teil polemisch‐personalisierend vorgetragenen Vorwurf der „Unwissenschaftlichkeit“ und Ideologizität konfrontiert und wird weiterhin bezichtigt, ein correctness-‐Regime zu errichten, unter dem Rede- und Artikulationsverbote die Freiheit bestimmter Gruppen einschränken würden.  https://drive.google.com/open?id=0BzU7yYYPOpIeaTNuQldrNjVvc1I4VXg5QjFKTzd1eDNJTEI4